Der Alte Markt

Ganz in der Nähe des Ateliers allegro-fur finden Sie nach vielleicht 10 minütigem Spaziergang den wirklich sehr sehenswerten Alten Markt.

Gehen sie die Heilgeiststraße in Richtung Fußgängerzone und halten sich dort rechts. Nach ca. 200 Metern gelangen Sie zum 60 mal 80 Meter messenden Alten Markt.

Der Platz ist Mittelpunkt der historischen Altstadt, die seit 2002 zum UNESCO-Welterbe gehört (sog. „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“). Der Platz ist wirklich sehenswert! In den Sommermonaten finden Sie in diversen Gaststätten eine ausreichende Anzahl von Sitzplätzen, um die Gebäude rund um den Platz zu betrachten.

Das Stralsunder Stadtbuch von 1277 bezeichnet den Platz als „forum“. Nach rascher Ausdehnung des Stadtgebietes in Richtung Neustadt mit dem Neuen Markt wird der Platz Alter Markt genannt.

Der Alte Markt diente ursprünglich als Verkaufs-, Versammlungs- und Gerichtsplatz. Später wurde er gerne als Aufmarschplatz für Fackelmärsche und Vereidigungen benutzt.

2006 besuchte der US-Präsident George W. Bush Stralsund und den Alten Markt.

Ein Jahr später war der Platz autofrei. Die alljährlichen Wallensteintage zur Erinnerung an die Abwehr der Belagerung durch Wallenstein verwandeln den Markt in ein mittelalterliches Lager mit Buden und Zelten.

Von 2011 bis Juli 2013 wurde der Alte Markt samt westlichem und nördlichem Nikolaikirchhof komplett saniert. Bei den Bauarbeiten wurden mittelalterliche Münzen und Schmuck sowie eine Wasserleitung entdeckt.

Zahlreiche unter Denkmalschutz stehende Gebäude säumen den Alten Markt. Nur wenige besitzen noch das ursprüngliche, mittelalterliche Aussehen. Der Stadtbrand von 1680 zerstörte einige der Gebäude, so den ursprünglichen Artushof, beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 wurden weitere Gebäude beschädigt und zu DDR-Zeiten ersetzt.

Ganz sicher am beeindruckendsten für die Touristen ist das Rathaus mit der gotischen Schaufassade auf der Südseite des Marktes. Das Stralsunder Rathaus erinnert stark an das Lübecker Rathaus. Die optische Nähe ist wohl kein Wunder, konkurrierten beide Städte im späten Mitztelalter doch um die Vorherrschaft im Städtebund der Hanse. Der Stralsunder Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Hinter dem Rathaus erhebt sich die evangelische Pfarrkirche St. Nikolai mit ihren beiden Kirchtürmen, deren südlicher 103 Meter misst.

Die Nordseite des Alten Marktes ist geprägt durch einen aus DDR-Zeiten stammenden Plattenbau, Das dort stehende baufällige Gebäude des Hotels Goldener Löwe mußte gesprengt werden. Das Hotel war im 18. Jahrhundert errichtet worden. Links davon steht das (rote) Gewerkschaftshaus. Das Gebäude wurde 1929/1930 nach einem Entwurf Adolf Thesmachers für die Provinzialbank Pommern im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet.